Meyer-Optik Görlitz Lydith 30mm f/3.5

Das Lydith hat in der Community legendären Status. Es kam 1964 als preisgünstigere Alternative zum Carl Zeiss Flektogon auf den Markt und ging schon bald in das Pentacon 30mm f/3.5 über. Es ist ein recht einfach konstruiertes, kleines Objektiv mit fünf Elementen in fünf Gruppen, zehn Blendenlamellen und einer Naheinstellgrenze von 30 cm. Das Lydith wurde berühmt für seine scharfe und farbgetreue Abbildung sowie eine gewisse „Präsenz“ bzw. Plastizität, die von den Bildern des Objektivs ausgeht (Quelle: photo.net). Die scharfe Abbildung bezieht sich allerdings im Wesentlichen auf das Zentrum. An den Rändern fällt die Schärfe deutlich ab (MTF Test). Weiterhin hat das Objektiv eine geringe Verzeichnung, wenig auffällige CA’s und ein angenehmes Bokeh. Es ist aufgrund der unvergüteten Linsen anfällig für Flares, kann aber schöne Sonnensterne erzeugen (Quelle: Alex Kunz).

Hier meine beiden Versionen: Das MOG Lydith und das Pentacon. Die Randunschärfe ist mir besonders beim Lydith aufgefallen, das Pentacon hat mich überrascht mit einer sehr guten Schärfe bis in den Randbereich bei Vollformat (siehe erstes Bild).